WISSENSWERTES 2017-04-06T14:57:22+00:00

Eine Reifenpanne kann zur bösen Überraschung werden. Doch manchmal kündigt sich diese vorher an.

Ist ein Reifen verletzt, etwa durch eine feststeckende Schraube im Pneu, verändert sich das Fahrverhalten.
Zieht das Auto nach links oder rechts, haben Sie wahrscheinlich nicht genügend Luft im Reifen. Dadurch verliert die Lenkung des Fahrzeugs an Präzision.

In solchen Fällen gilt: Rechts heranzufahren und alle Reifen zu überprüfen. Bei einer Reifenpanne empfehlen wir nicht weiterzufahren.

Wenn das Ersatzrad montiert ist, sollten Sie vorsichtig fahren. Der Reifendruck ist bei einem Notrad meist zu niedrig und kann zu ungewohntem Reaktionsverhalten des Autos führen. In jedem Fall sollte man die Radmuttern überprüfen. Ganz wichtig: die Radmuttern gleichmässig anziehen, ansonsten könnten bei der Fahrt die Bremsscheiben beschädigt werden. Zum Festziehen der Radmuttern sollte ein Drehmomentschlüssel verwendet werden. Ist kein optimales Werkzeug zur Hand, sollten Sie eine Werkstatt ansteuern.
Mit einem Ersatzrad (Notrad) sollte man keine langen Strecken fahren. Laut Reifenhersteller sind Distanzen von etwa 50 km mit einem funktionstüchtigen Notrad kein Problem. Wichtig: Den Reifendruck regelmässig überprüfen. Am besten bei jedem zweiten Tankstopp oder alle 14 Tage.

 

Steht ein Reifenwechseln an, gibt es einige Dinge zu beachten

Handbremse anziehen, Motor ausschalten und Gang einlegen, um das Wegrollen des Wagens zu verhindern. Zusätzlich kann man etwas unter das Rad legen. Die Radmuttern lockern bei Bodenkontakt und das Auto mit dem Wagenheber aufbocken. Ist der Untergrund zu weich, ein kleines Brett unterlegen. Nahe der Vorder- und Hinterräder gibt es verstärkte Stellen, damit der Unterboden nicht beschädigt wird. Dann das Rad abnehmen und das Ersatzrad montieren. Dafür die Muttern zunächst mit der Hand festdrehen, dann das Auto herunterlassen und die Schrauben noch einmal richtig festziehen.

Ist ein Rastplatz in der Nähe, sollte man vorsichtig bis dahin weiterrollen, um sicheres Gelände zu erreichen. Selbst ein komplett, platter Reifen schafft in der Regel noch kleinere Distanzen im Schritttempo.
Kommt es zu einem Platzer, möglichst nicht übersteuern. Das Lenkrad festhalten und weiter geradeaus fahren. Entgegen weit verbreiteter Spekulationen fährt ein Auto auch mit Plattfuss noch einigermassen kontrolliert. Schwere Unfälle entstehen meist erst dann, wenn der Fahrer mit heftigen Lenkbewegungen reagiert und die Kontrolle über sein Auto verliert.

Steht man mit dem Wagen am Straßenrand oder auf der Standspur der Autobahn, gilt es als erstes das Fahrzeug zu sichern: Warnblinkanlage an, Warndreieck etwa 100 Meter hinter dem Fahrzeug aufbauen, Leuchtweste anziehen und bei Dunkelheit zusätzlich das Standlicht einschalten.